Die 5 häufigsten Arbeitsschutzfehler in Lagern, die Unternehmen Hunderttausende kosten können
Sicherheitsmarkierungen im Lager sind keine einmalige Angelegenheit. Was vor fünf Jahren sinnvoll war, kann heute Abläufe bremsen, Menschen verwirren oder Technik unnötig beschädigen.
Das größte Problem ist meist nicht, dass die Markierung vollständig fehlt. Häufig ist sie vorhanden – aber nicht mehr sichtbar, nicht an die Abläufe oder Normen angepasst oder technisch nicht für die tatsächliche Belastung ausgelegt.

Jiří Janouš
CEO J.A. Clean
Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Sicherheitsmarkierungen, Industrieböden und praxisnahen Lösungen, die in Betrieben Technik, Waren und Menschen schützen.
Markierungen altern ebenso wie der gesamte Betrieb.
In der Praxis geht es selten um ein völlig neues Lager ohne Regeln. Häufiger ist die Markierung irgendwann entstanden, entspricht heute aber nicht mehr der Realität. Sie ist kaum sichtbar, führt falsch, hält der Belastung nicht stand oder lässt sich später nicht ohne Eingriff in den Boden entfernen.
Risiko für Menschen
Unleserliche oder schlecht geplante Wege zwingen Fußgänger, Staplerfahrer und externe Mitarbeiter zum Improvisieren.
Betriebskosten
Ungeeignete Markierungen führen zu Bodenreparaturen, beschädigten Rollen, Verzögerungen und wiederholten Eingriffen.
Die Lösung muss tiefer ansetzen
Eine Linie neu zu streichen reicht nicht. Abläufe, Technologie, Normen und künftige Veränderungen im Lager müssen gemeinsam betrachtet werden.

Marek Peška bespricht Ihren Fall mit Ihnen!
Technischer Berater bei J.A. Clean
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5 Fehler bei Lagermarkierungen, die im Betrieb schnell teuer werden
Die Markierung ist längst nicht mehr sichtbar und erfüllt ihre Funktion nicht
Dies ist einer der häufigsten Zustände in älteren Lagern. Die Markierung war einmal vorhanden, ist heute jedoch an vielen Stellen unter den Spuren des Betriebs verschwunden. Linien sind abgerieben, Schraffuren unterbrochen, Piktogramme unleserlich – und die Mitarbeiter verlassen sich zunehmend eher auf ihr Gedächtnis als auf den Boden.
Was kann passieren: Eine Markierung, die nicht sichtbar ist, ist kein Sicherheitselement mehr. Fußgänger und Staplerfahrer beginnen zu improvisieren, neue Mitarbeiter lassen sich schwerer einweisen und externe Personen erkennen nicht, welchen sicheren Weg sie nehmen sollen.
Was ist zu tun: Zunächst muss bewertet werden, was erhalten, was erneuert und was vollständig neu geplant werden sollte. In stark frequentierten Lagern ist eine professionelle Lager- und Logistikmarkierung sinnvoll; zugleich muss die Technologie der tatsächlichen Belastung entsprechen. Einen Überblick über die Möglichkeiten finden Sie auch auf der Seite Markierung von Böden und anderen Flächen.
Die Abläufe haben sich geändert, die Markierung jedoch nicht
Ein Lager verändert sich mit der Zeit. Regale werden versetzt, neue Technik kommt hinzu, der Versand wird umorganisiert, Umschlagflächen werden erweitert oder Warenströme angepasst. Die Markierung bleibt jedoch häufig unverändert. So entstehen Fußwege, die an einer Wand enden, Übergänge an Stellen, die niemand mehr nutzt, oder Wege, die Menschen in den Fahrbereich der Technik zwingen.
Was kann passieren: Alte Markierungen vermitteln ein falsches Sicherheitsgefühl. Formal ist auf dem Boden etwas vorhanden, tatsächlich lenkt es die Abläufe jedoch falsch. Das ist schlimmer als ein unmarkierter Boden, weil die Menschen einem System vertrauen, das längst nicht mehr der Realität entspricht.
Was ist zu tun: Bei jeder größeren Änderung des Lagerlayouts sollte auch das gesamte Markierungssystem überprüft werden. Eine einzelne Linie zu korrigieren reicht nicht. Fußgänger- und Staplerverkehr, Versand, Besucherwege und Fluchtwege müssen geprüft werden. Als Beispiel dient die Referenz einer umfassenden Sicherheitsmarkierung im Produktionsbetrieb, bei der die Markierung den gesamten Betrieb abbildet und nicht nur einzelne Linien.
Die Markierung entspricht weder den Normen noch der Logik eines sicheren Betriebs
Manchmal werden Markierungen unter Zeitdruck angebracht. Der Betrieb soll starten, einige Gänge müssen abgegrenzt, Übergänge markiert und eine Kontrolle bestanden werden. Später zeigt sich jedoch, dass die Gangbreiten ungeeignet sind, Farben uneinheitlich verwendet werden, Sicherheitszonen nicht klar erkennbar sind und das gesamte System weder Mitarbeitern noch Besuchern hilft.
Was kann passieren: Die Markierung ist zwar optisch vorhanden, besteht aber weder ein Audit noch eine interne Kontrolle oder einen realen Zwischenfall. Der Betrieb wirkt zudem unübersichtlich, sodass Menschen unnötig nach Gefühl entscheiden.
Was ist zu tun: Eine gute Markierung muss Wegbreiten, Farbkonzept, Bedeutung einzelner Zonen, Piktogramme, die Anbindung an Brand- und Fluchtwege sowie die tatsächlichen Bewegungen der Technik berücksichtigen. J.A. Clean stützt die Planung auf Erfahrungen aus Industriebetrieben und darauf, wie und womit Böden markiert werden. Liegt das Problem auch im Untergrund selbst, sollte gegebenenfalls auch eine Lösung für Industrieböden eingeplant werden.
Die Markierung wurde mit einer völlig ungeeigneten Technologie ausgeführt
Ein typisches Beispiel: anspruchsvoller Betrieb, schwere Fördertechnik, hohe Überfahrfrequenz und eine Markierung aus gewöhnlichem PVC-Band. Am ersten Tag sieht alles gut aus. Nach zwei Wochen reißt das Band, die Kanten lösen sich, Schmutz haftet an den Übergängen und die Markierung wird selbst zum Hindernis.
Was kann passieren: Eine ungeeignete Technologie führt zu wiederholten Reparaturen, unnötigen Stillständen und einem schlechten Gesamteindruck. In stark belasteten Betrieben leiden zudem nicht nur die Markierungen, sondern häufig auch Boden, Rollen und Technik. Reparaturen an Rollen oder beschädigten Fahrzeugen können Zehntausende Kronen kosten.
Was ist zu tun: Die Technologie muss entsprechend der Belastung gewählt werden. Ein leichter Betrieb wird anders markiert als ein Lager mit mehreren Tonnen schweren Gabelstaplern. Wenn der Betrieb den Boden beschädigt und Löcher oder Ausbrüche entstehen, bietet sich FloorBridge zur Reparatur von Löchern in Industrieböden an. Bei Fugen und Kanten, die Rollen beschädigen, ist häufig auch die Reparatur von Dehnungsfugen und Fugen sinnvoll.
Die Markierung lässt sich nicht ohne Eingriff in den Boden entfernen
Zu Beginn zählt vor allem, dass die Markierung hält. Kaum jemand denkt jedoch an den Zeitpunkt, an dem sich die Abläufe ändern und die Markierung entfernt werden muss. Dann stellt sich heraus, dass die Beschichtung nur durch Schleifen entfernt werden kann, der Kunde dies aber wegen Staub, Stillstand, Hygieneanforderungen oder eines sensiblen Betriebs nicht möchte oder zulassen kann.
Was kann passieren: Es entsteht ein unangenehmer Kompromiss. Alte Markierungen verwirren, neue lassen sich darüber nur schwer planen und die Entfernung ist technisch aufwendig. Der Betrieb muss dann ein Problem lösen, das bereits bei der Wahl des ursprünglichen Systems vermeidbar gewesen wäre.
Was ist zu tun: Bei jeder Markierung sollten nicht nur Lebensdauer, sondern auch spätere Entfernung oder Änderungen berücksichtigt werden. Eine Beschichtung, ein Band, eine temporäre Markierung und ein dauerhaftes System für hohe Belastungen folgen jeweils einer anderen Logik. Deshalb sollte bereits in der Planung die geeignete Technologie für Bodenmarkierungen abgestimmt und berücksichtigt werden, dass sich das Lager mit der Zeit verändern wird.
Fazit: erst den Betrieb prüfen, dann markieren
Wenn Markierungen nur angebracht werden, damit „etwas auf dem Boden ist“, halten sie meist weder technisch noch betrieblich lange. Sinnvoll werden sie erst, wenn sie sich an den tatsächlichen Bewegungen von Menschen, Fahrzeugen und Waren sowie an den Gefahrenstellen orientieren.
- Beginnen Sie mit einer Begehung des Lagers, nicht nur mit einer Zeichnung.
- Identifizieren Sie Bereiche, in denen Menschen, Technik und Zeitdruck zusammentreffen.
- Trennen Sie Fußwege, Staplerverkehr, Versand, Abstellflächen und Fluchtwege.
- Schaffen Sie ein einfaches Farbsystem, das auch neue Mitarbeiter sofort verstehen.
- Planen Sie Kontrollen und Erneuerungen ein. Das Lager verändert sich – und die Markierung muss sich mitverändern.
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Wo finden Sie weitere Einblicke aus der Praxis?
Jiří Janouš greift regelmäßig Themen auf, die im Betrieb wie Kleinigkeiten wirken, sich bei den Kosten jedoch schnell summieren.



